FK:K

Franz Kafka Kesselhaus

Der Kunstverein Bamberg überlässt uns für zwei Wochen das Kesselhaus, und das bedeutet: FK:K

Zwei Wochen lang präsentieren wir Kunst, Musik und Performance aus eigenen Reihen und sorgfältig kuratiert aus der ganzen Welt.

Programm:

03.07.2017   17:00 Uhr, Kesselhaus

 

Vernissage mit Objekten, Fotografien, Filmen und Performances von:

Eva Rothschild

Andreas Fischer

Marianthi Papalexandri-Alexandri

Kunstprojekt INGE

Ludwig Ander-Donath

Marian Lenhard

Jürgen Schabel

Christian Nappert

Urska Preis

Ilija Lazarevic

David Grimm

René Martin

Max Dauven

Florian Berndt: Cumbia PlayStation

Jakob Fischer

 

Verschiedene Künstler spielen mit dem Begriff des Spiels und Spielens. Die Installation „Kleenex statt Frontex“ des Kunstprojekts INGE lotet die Grenzen von Kunst und Spiel aus. Auch Ilja Lazarevic spielt in seiner Installation dem Publikum. Umgekehrt darf bei den ‘Varianten Objekten’ von David Grimm mit der Kunst gespielt werden. Die Bamberger Fotografen Marian Lenhard und Jürgen Schabel stellen sich der Herausforderung, die sie sich selbst gesetzt haben: ein Spiel aus den Anweisungen an den Photographen „The Photographer's Playbook“ zu machen. Die Fotoausstellung wächst sukzessive über die elf Tage an. Der derzeitige Villa Concordia Stipendiat Andreas Fischer zeigt eine performative Installation, die aktuell in seinem Atelier im neuen Ebracher Hof entstanden ist. Darüber hinaus werden Fotografien aus der Serie „playtime“ von Ludwig Ander-Donath gezeigt. Die Vernissage wird begleitet von der Musikperformance „Cumbia PlayStation“ des FRANZ KAfkA Mitglieds Florian Berndt. Im Anschluss und als Abschluss wird das FRANZ-KafkA-Mitglied Jakob Fischer anlässlich des Geburtstages von Franz Kafka so lange aus dem Kafka-Gesamtwerk lesen bis keine Zuhörer*innen mehr da sind.

 

http://www.303gallery.com/artists/eva-rothschild

http://www.marianthi.net/

http://www.andreasfischermachines.de/

 

 

4.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 18 bis 21 Uhr

 

Fotografieworkshop “Photographers Playbook” von Marian Lenhard

 

Wer sonst nur Urlaubsfotos knipst, wird in diesem Workshop durch spielerische Fotografie-Aufträge (entnommen aus dem Photographers Playbook) mit Begriffen wie Portraitfotografie, Reportage und überhaupt “Kunst” konfrontiert - und produziert diese dann im Verlauf einer Woche, mit Zwischen- und finaler Bildbesprechung, bevor die spannendsten Ergebnisse im Kesselhaus als Ausstellung gehängt werden. Für alle offen, egal ob Spiegelreflex- oder Handykamera!

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter mail@marianlenhard.com

 

 

6.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 20 bis 0 Uhr

 

Konzerte

 

Joasihno – Nico Sierig und Cico Beck bilden die Elektronische Band „Joasihno“. Zweiterer ist nebenbei Bandmitglied bei The Notwist und Aloa Input. Doch seinen Spieltrieb lebt Beck insbesondere bei Joasihno aus. Der Sound der Münchner Band pegelt sich zwischen minimalmusic, elektronischer Musik und zuweilen Pop ein. Spannend ist die Erweiterung der zwei Musiker durch einige „selbstgebaute Roboter-Musiker“ die sie zu einem Orchester zusammen gestellt haben. So sitzen die Musiker/Komponisten/Dirigenten gemeinsam auf dem Boden und spielen so zusammen, dass neue spannende Musik das Resultat ist.

 

https://www.youtube.com/watch?v=mu5rS0rFy-k

http://www.intro.de/popmusik/joasihno-meshes

 

Abdu Ali – den harten Kontrast zu der minimalistischen Musik Joasihnos stellt der Queer-Rapper Abdu Ali dar. Jedoch spielt seine Performance mit Grenzen und dem Zerschlagen ebendieser. Abdu Ali aus Baltimore überwindet Geschlechtergrenzen und ist queer. Seine Texte handeln von Homophobie und Rassismus. Seine Musik wurde zuweilen mit Death Grips verglichen -  seine musikalischen Einflüsse (Punk, Noise und Afrofuturismus), sind auch grenzüberschreitend und untypisch für Rapmusik. Wir sind sehr stolz dem Bamberger Publikum den gerade international sehr gefragten Ausnahmekünstler Abdu Ali in Bamberg präsentieren zu können. Abdu Ali beschreibt seine Kunst selbst folgendermaßen: „Erected from the ghettos of Baltimore, Abdu Ali raps, sings, and chats over unorthodox and future sounds, creating music that is visceral, spiritual, and very real.“

Infos:

http://abduali.com/

https://www.youtube.com/watch?v=AwZqp9-mvx8&feature=youtu.be&t=7m47s

https://www.youtube.com/watch?v=r9bLFDQ0nkE

 

8.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus

 20 bis ca. 2 Uhr

 

Konzerte

 

Driftmachine

 

Sun_or_cloudz

 

DJ Monsieur Courage

 

Eröffnet wird dieser Samstag durch das Berliner Duo Driftmachine (von SOG – innovative Musik kuratiert), bestehend aus Andreas Gerth und Florian Zimmer, arbeitet es seit 2013 mit modularer Klangsynthese. Bisher veröffentlichten sie 2 Alben auf dem mexikanischen Avantgarde-Label Umor Rex und eins bei Hallow Ground. Ihre Live-Auftritte bestechen durch ihren musikalischen Umgang mit 2 synchronisierten Modularsystemen. Treibende beat-orientierte post-industrial-Passagen wechseln mit frei improvisierten Klangstrukturen. Immer erzeugen sie eine hypnotische mitunter meditative Atmosphäre die uns in den Bann zieht. Anschließend legt der Bamberger DJ Peter Skamrahl elektronisch-experimentelle-Musik auf und die Afterhour voll von treibender kontemplativer Musik wird von FRANZ KAfkA Mitglied Monsieur Courage bestellt werden.

 

https://www.youtube.com/watch?v=tn8wkO7Eqco

 

 

9.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 11:11 bis 16 Uhr

 

Vorstellung Culture Map

 

Wir stellen unsere 'culture map' „WOHIN IN: BAMBERG“ vor. Anschließend wird es eine 'culture map'-Erkundungstour in Bamberg geben mit deren Hilfe wir versuchen weitere kulturell interessante Orte für die Karte zu finden. Teilnehmer*innen können gerne ihren input für die 2. Auflage der 'culture map' einbringen.

http://culturemap.franzkafkaverein.de/

 

 

 

11.07.2017 Kunstraum:Kesselhaus 11:00 Uhr

 

STRATEGIES OF EMPOWERMENT

offener Workshop / Erprobung

mit Notburga Karl u.a.

 

Beginn um 11 Uhr

Testfall um 19 Uhr

 

Während im Rahmen der Ausstellung "implicit touch" des Kunstvereins

Bamberg in der Villa Dessauer eine historische Performance von Simone

Forti aus den 1970er Jahren gezeigt wird (medial wie auch live!), fragen

wir uns zusammen mit der Kuratorin und Künsterlin Notburga Karl, was

passiert, wenn man eine historische Performance in unsere heutige

Gegenwart übersetzt.

 

Dabei werden sowohl das Konzept der Performance "Huddle" von Simone

Forti, als auch andere Körper-basierte Performances v.a. der 70er Jahre

erprobt.

 

Wurde der eigene Körper in den 70er Jahren als Instrument der Befreiung

eingesetzt, scheint er heute häufig dem bodybuilding und bodyshaping

unterworfen. Oder nicht?

 

It's all about the body!

 

12.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 20 bis 23 Uhr

 

Konzert

 

Goat (Japan) (von SOG – innovative Musik kuratiert) es ist schwierig diese Band im Internet ausfindig zu machen – allerdings ist Goat nicht zu überhören! In relativ klassischer Rockband bzw Jazzquartett Besetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxophon) spielen Goat äußerst unklassische Musik. Die japanische Band reduziert die Harmonieinstrumente auf die Erzeugung des Rhythmus und sie nutzen Harmonien, die jenseits der Zwölf-Ton-Musik liegen sollen. Was jenseits der Zwölf-Ton-Musik liegt wird bei Goat wieder hörbar. Mit ihrem neuen Album „Rhythm & Sound“ ist die Band erstmals auf Europatournee.

 

https://www.youtube.com/watch?v=7eerNEAN5d0

 

 

 

 

14.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 18 bis 23 Uhr

 

Konzert & Lesung

Johannes Ludwig: Saxophon solo

rouge-ah (slo): electric harp

Lesung: Kamil: Der grüne Affe (aus der Schreibwerkstatt der JVA Bamberg, gelesen von Olga Seehafer, Gerd Groß, Felix Forsbach und Musik von Jakob Fischer)

 

Text:

David Grimm (Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, Klasse Ottmar Hörl) wird seine „Varianten Objekte“ ausstellen – dabei handelt es sich um Plastiken, deren Form zur Veränderung freigegeben wird. Frühere Varianten wurden bei kontakt - das Kulturfestival 2016 und Jahresausstellung der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg 2016 gezeigt.

Der Jazzsaxophonist Johannes Ludwig aus Köln wird nachdem er mit seinem Quartett im letzten Jahr bereits im Jazzkeller spielte erneut nach Bamberg kommen und im Kesselhaus ein Solokonzert geben. Außerdem wird es zum zweiten Mal in Bamberg die Lesung „Der grüne Affe“ zu hören geben. Zum ersten Mal fand die Lesung im letzten Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der JVA Bamberg statt. Nun wollen die Lesenden: Gerd Groß (ehemal. Leiter der Schreibwerkstatt in der JVA Bamberg), Felix Forsbach und Olga Seehafer gemeinsam mit Musiker Jakob Fischer) die Texte von Kamil, einem ehemaligen Häftling der JVA Bamberg einem breiten Publikum vorstellen. Sowohl der Autor als auch die Performer werden im Anschluss an die Lesung „Der grüne Affe“ zum Gespräch bereit stehen. Rouge-ah ist eigentlich Fotografin der HGB Lepizig und lebt eigentlich nicht in Leipzig sondern Slowenien, doch neben Ihrem Studium und ihrer fotografischen Karriere spielt sie Harfe. Jedoch entlockt sie dank Effektgerät und Macbook dem klassischen Instrument Klänge, die zwischen Jazz, Drone und Neoklassik.

 

Johannes Ludwig: https://www.youtube.com/watch?v=yDtdeACOZAM

rouge-ah: https://www.youtube.com/watch?v=xPcHzEfWOhc&t=233s

 

13.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 20 bis 23 Uhr

 

 

Performance: Bernd Wagenhäuser zusammen mit Antez [fr]

Krach der Roboter (von SOG – innovative Musik kuratiert)

 

Der bekannteste bildende Künstler Bambergs Bernd Wagenhäuser ist durch seine Stahlplastiken im öffentlichen Raum bekannt. Für FRANZ KAfkA im Kesselhaus wird er gemeinsam mit Antez, einem wichtigen Musiker der französischen experimental Musik und Vorbild zahlreicher Noisemusiker performen. Antez und Bernd lernten sich im Dezember während eines von SOG kuratierten Konzerts der Band Vacuum in Wagenhäusers Atelier kennen. Die letztes Jahr das Publikum spaltende Performance Antez' beeindruckte Bernd stark, weswegen es nun eine gemeinsame Performance (aus Klangskulpturen und Stahlarchitekturen) zum Thema Kreis geben wird. Genauere Details werden vorher von den Künstlern nicht bekannt gegeben, weil sie sich noch im Vorfeld darüber einigen müssen, was sie genaue performen werden.

Neben Wagenhäuser und Antez wird Krach der Roboter aus Berlin im Kesselhaus gastieren. Andreas Stoiber aka Krach der Roboter lebt in Berlin und besitzt eine umfassende Sammlung alter Kinderhörspielkassetten, die er gelegentlich in thematisch gegliederten Ausschnitten in Vorträgen präsentiert. Er hat in Wien Elektroakustik studiert und 2005 mit Vinzenz Schwab mit "Erweitertes Kasperltheater" den ersten Preis im Ö1 Wettbewerb "kurz und gut" gewonnen. Hin und wieder spielt er auch noisige Techno-Shows als "Krach der Roboter"...Andreas Krach alias Krach der Roboter schreibt über sich selbst, dass Krach der Roboter aus einem geheimen Regierungsprojekt entstand. Dieses Projekt sei bereits in den frühen Jahren des 3. Jahrtausends entwickelt worden. Krach der Roboter zog sich aus den autoritären Gesellschaftsstrukturen zurück und verbringt seit dem – protegiert durch seine künstliche Intelligenz – seine Zeit mit Musik (performativer Noise), Kochen und Entenfütterung.

 

http://www.atelier-wagenhaeuser.de/

https://www.youtube.com/watch?v=fpIpWpmunp0

 

 

16.7.2017 Kunstraum:Kesselhaus 17 bis 23 Uhr

 

Finissage der Ausstellung

Verschiedene Performances

Kunstprojekt INGE: Mit Flüchtlingen spielen

Frederic Ehlers & Peter Strickmann

 

 

Den Abschluss von FRANZ KAfkA Kesselhaus bildet die Finissage der Ausstellung. Es wird die sukzessive gewachsene Ausstellung der Fotografien von Jürgen Schabel, Marian Lenhard und Christian Nappert gezeigt. Unter Umständen wird diese Ausstellung durch arbeiten aus dem Workshop erweitert. Wir werden einige Performances zeigen, die unangekündigt einfach passieren. Das Kunstprojekt INGE wird seine Performance „Mit Flüchtlingen spielen“ zum ersten Mal präsentieren. Frederic Ehlers und Peter Strickmann (Musiker) werden zum zweiten Mal gemeinsam performen - nachdem sie 2012 im Kunstmuseum Stuttgart das Publikum mit ihrer Performance zwischen offensichtlicher Alltäglichkeit, minimalistischem Sound und komischem Tanz - bereichern sie FK:K im Kesselhaus. Außerdem werden Notburga Karl und John Farah ihre Perfromance "Generalprobe" präsentieren und auch Bernd Wagenhäuser setzt seine Performance weiter fort...

John Farah

Ehlers/Strickmann

Kunstprojekt INGE